Generelles Ziel der Einrichtung Johannistal ist es, Menschen mit Behinderungen zu helfen, ihr Leben so normal wie möglich zu gestalten, sie beim Aufbau persönlicher Handlungssicherheit zu begleiten und ihnen ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Wir begreifen unser tägliches Handeln als soziale Dienstleistung am Menschen. Wir versuchen in der täglichen Zusammenarbeit, die objektiven Lebensbedingungen der bei uns lebenden Menschen zu verbessern und ihre subjektive Lebenszufriedenheit zu erhöhen.
Wir sind eine soziale Einrichtung!
Es ist unser oberstes Ziel, den im Johannistal lebenden Menschen ein möglichst eigenverantwortliches und selbständiges Leben zu ermöglichen. Darum unterstützen wir sie dabei, alle ihre Fähigkeiten zu nutzen. Wir wissen, dass dies die Lebenszufriedenheit von Menschen steigern kann. Auf diese soziale Dienstleistung sind alle unsere Handlungen in erster Linie ausgerichtet. Und wir sind nett zu den Menschen! ☺
Wir begegnen uns als Menschen auf Augenhöhe.
Dazu gehört, dass wir jeden Menschen mit seinen individuellen Bedürfnissen und Ressourcen achten. Wir gehen im Alltag wertschätzend, respektvoll, ehrlich, herzlich, fürsorglich und humorvoll miteinander um.
Wir sind optimistisch.
Wir resignieren nicht in unserer Arbeit, auch wenn diese Rückschläge oder Umwege auf dem geplanten Weg bereithält. Das wissen wir und gehen professionell damit um. Das bedeutet, dass wir spätestens am nächsten Tag wieder in einer positiven Grundstimmung weiter miteinander arbeiten.
Wir wissen, dass jeder gute Ideen haben kann.
Wir finden mit jedem Klienten konstruktiv die individuell und situativ sinnvollen Lösungen in einem partnerschaftlichen Dialog. Dies versuchen wir jeden Tag und beziehen alle Menschen mit ein, die diesen Prozess fördern können.
Das Ziel der Betreuung ist es, die individuellen Fähigkeiten der Bewohner zu fördern und zu erhalten.
Dabei ist es ein besonderes Anliegen, die Eigenverantwortlichkeit und Selbständigkeit zu stabilisieren und
zu erweitern, um ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Die persönlichen Ziele des Einzelnen
werden mit ihm gemeinsam in der individuellen Förderplanung festgelegt und fortlaufend überprüft und
aktualisiert. Die Einbeziehung von externen Personen (z.B.: Angehörige, gesetzliche Betreuer, Kostenträger,
usw.), die den Betreuungsprozess unterstützen können, ist für uns selbstverständlich.
Dem Grad der erreichten Selbständigkeit kann durch die differenzierten Wohnangebote des Johannistals
Rechnung getragen werden. Zu diesen gehören die vier Wohngruppen mit ausschließlich Einzelzimmern inklusive
Duschbad und die 2 Zimmer-Wohnungen im betreuungsreduzierten Apartmentwohnen.
Die Möglichkeit die subjektive Lebensqualität durch eine zunehmend selbstbestimmte Wohnform zu erhöhen
ohne das stabilisierende Umfeld der Einrichtung und aufgebaute soziale Bindungen zu verlassen, kann
speziell bei dem angesprochenen Personenkreis die nötige Motivation zur Ausnutzung der vorhandenen
Ressourcen liefern und ist grundsätzlich Ziel unserer Arbeit.
Die konkreten Ziele sind darauf ausgerichtet, den BewohnerInnen ein nachhaltig stabiles Leben unabhängig von institutioneller Hilfe zu ermöglichen.
Beispiele:
Nachhaltige und zufriedene abstinente Lebensführung |
Erkennen der persönlichen Rückfallgefahren (z.B. rückfallauslösende Situationen) und Erlernen von hilfreichen Bewältigungsstrategien |
Selbständiges Einschätzen von bestehenden Fertigkeiten und Möglichkeiten |
Erweiterung der Frustrationstoleranz und Befähigung zum konstruktiven Umgang mit Belastungssituationen Entwickelte Konfliktlösungs- und Bewältigungsstrategien |
Eigenständige Übernahme von Verantwortung in unterschiedlichen Lebensbereichen |
Selbstfürsorge im gesundheitlichen Bereich und eigenständige Inanspruchnahme ärztlicher und zahnärztlicher Leistungen |
Eigenständige Aufrechterhaltung einer Tagesstruktur |
Sinnvoller Umgang mit Freizeit |
Aufbau von sozialen Kontakten und Erarbeitung von Sozialkompetenz |
Pflege bestehender tragfähiger sozialer Kontakte außerhalb der Einrichtung |
Selbständiger und angemessener Umgang mit Geld |
Entwicklung einer individuellen Berufs- oder Beschäftigungsperspektive (erster oder zweiter Arbeitsmarkt oder das Ausüben einer ehrenamtlichen Tätigkeit) |
Wieder- oder Neuaufbau eines positiven Selbstwertgefühls |
Entwicklung von suchtmittelfreier und salutogener Genußfähigkeit |
Die Dauer der Hilfe orientiert sich an der individuellen Situation und ist grundsätzlich nicht zeitlich begrenzt. Nach Verlassen der Einrichtung soll jede(r) BewohnerIn in der Lage sein, sich selbst zu versorgen und im eigenen Haushalt in psychischer Stabilität selbstbestimmt (und abstinent) zu leben.